Daimler Betriebsrat distanziert sich von rechter BR Liste… Aktuell im Labournet:

Erklärung des Betriebsrates Werk Untertürkheim: „Der Betriebsrat
distanziert sich strikt von allem rechtsradikalen und neonazistischen
Gedankengut und den Aktivitäten einzelner Mitglieder“

„Der Betriebsrat hat sich in seiner Sitzung am 20. Februar 2018
eingehend mit der
umfassenden und aktuellen Berichterstattung über Oliver Hilburger und
die „Liste
Zentrum“ beschäftigt und einstimmig die vorliegende Erklärung
beschlossen: Seit langem sind uns die von Oliver Hilburger selbst
eingeräumten Vorwürfe
bekannt, nach denen er Mitglied der Neonazi-Rockband „Noie Werte“ war.
(…) In einer öffentlichen Erklärung von 2010 hatte Oliver Hilburger
dazu geäußert, er
bezeichne sich selbst nicht als „Rechtsradikaler“ (…) Die aktuelle
Berichterstattung in den öffentlichen Medien zeigt uns demgegenüber aber
ein anderes Bild. Im deutlichen Gegensatz zu seinen früheren
Beteuerungen fällt Oliver Hilburger spätestens seit dem vergangenen Jahr
durch zahlreiche öffentliche Auftritte und Aktivitäten am rechten Rand
und mit intensiven Kontakten in die rechtsextreme Szene auf. (…) Neben
Oliver Hilburger waren und sind aber auch andere Betriebsrats-Mitglieder
der Liste Zentrum und Mitglieder des Vereins „Zentrum Automobil“ in den
zurückliegenden Monaten Gegenstand von Berichterstattungen öffentlicher
Medien. (…) Die seit Wochen andauernde negative öffentliche
Berichterstattung über „Zentrum Automobil“ und deren Betriebsräte hat
mittlerweile dem Ruf und dem Ansehen der Arbeitnehmervertretung und der
Belegschaft in der Öffentlichkeit erheblich Schaden zugefügt. Das Werk
Untertürkheim erscheint in den Medien mittlerweile als ein Sammelbecken
für Neonazis und ein Zentrum rechtsextremer Umtriebe. Der Betriebsrat
hat sich deshalb in seiner Sitzung am 20. Februar 2018 ausführlich mit
den Vorgängen beschäftigt (…) Eine direkte Auseinandersetzung mit den
angesprochenen Betriebsräten war dabei nicht möglich. Statt zu den
Presseberichten Stellung zu nehmen und sich im Betriebsrat darüber
auseinanderzusetzen, blieben sämtliche Betriebsräte der Liste „Zentrum“
einschließlich eventueller Ersatzmitglieder der Sitzung fern. Der
Betriebsrat kritisiert, dass es damit bis heute von Seiten der
Betriebsräte der Liste Zentrum keine klare Aussage und Distanzierung
gibt. (…) Offenbar soll der Standort Untertürkheim mit Hilfe der
Betriebsratsmandate der Liste Zentrum zu einem rechtsextremen
Vorzeigeprojekt mit bundesweitem Vorbildcharakter ausgebaut werden.
Gegen einen solchen Missbrauch der Betriebsratsmandate für
rechtsradikale Zwecke und Ziele verwahrt sich der Betriebsrat des Werkes
Untertürkheim mit aller Entschiedenheit. Wir halten für uns fest: (1)
Der Betriebsrat distanziert sich strikt von allem rechtsradikalen und
neonazistischen Gedankengut und den Aktivitäten einzelner Mitglieder in
diesem Zusammenhang und kritisiert eindeutig die Haltung aller, die
keine klare Position gegen Rechtsextremismus und Neonazismus einnehmen
und sich nicht eindeutig zu den demokratischen Grundwerte bekennen. (2)
Im Werk Untertürkheim arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus mehr als 50
verschiedenen Nationen. (…) Deshalb lehnen wir jegliche rassistische,
diskriminierende und herabwürdigende Aussagen ab…“ Erklärung vom 20.
Februar 2018 (pdf) – der dazugehörende Pressespiegel liegt uns ebenfalls
vor, hat aber 14MB…
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2018/02/br_dc_untertuerh200218.pdf

link zum dossier:
http://www.labournet.de/?p=125064