Rekordverluste bei Uber

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Artikel in der jungen Welt vom 10.08.2019

mit Leserbrief von Andreas Komrowski (AG Taxi)

Existenzbedrohend

In dem insgesamt aufschlussreichen Artikel über die Geschäftssituation von Uber wird ausgeführt, dass das US-Unternehmen in deutschen Großstädten mit Taxiunternehmen kooperiere. Dies ist jedoch nur ein eher unwichtiges Teilgeschäft (»Uber Taxi«). Maßgeblich ist vielmehr, dass Uber unter dem Markennamen »Uber X« mit Mietwagenunternehmen kooperiert und das Taxigewerbe unterbietet. Ein Teil dieser Mietwagenfirmen bedient ausschließlich Aufträge von Uber und wurde in dieser Hinsicht gegründet. Hier ist von Subunternehmen oder sogar Scheinselbständigkeit zu sprechen. Das Geschäft von Uber funktioniert nur auf der Grundlage, dass die Rückkehrpflicht von Mietwagen nach jedem Auftrag, wie das Personenbeförderungsgesetz sie definiert, systematisch missachtet wird. Dadurch ist das Taxigewerbe existenzbedrohender Konkurrenz durch einen weltweit operierenden Konzern ausgesetzt. Der Druck auf die Löhne der angestellten FahrerInnen steigt immens.
Andreas Komrowski, Mitglied der AG Taxi bei Verdi Berlin

Veröffentlicht in der jungen Welt am 16.08.2019.