Kein Platz für Kriegsgegner in der Gewerkschaft?

DGB Bremen schließt kritische Metaller:innen vom Gewerkschaftsblock aus

Nachdem der kritsche und kämpferische Metaller Gerhard Kupfer, ehemaliger Betriebsrat bei Daimler Bremen1 und Unterstützer des Roten Blocks auf der DGB Demo in Bremen, mehrfach kritiserte, dass auf der DGB Kundgebung ein Arbeiter aus der Ukraine eingeladen wird, welcher angekündigt hat, für eine Ausweitung des Krieges, also „closed sky“ und die Lieferung schwerer Waffen zu sprechen und den DGB mehrfach aufforderte, diese Einladung doch zu überdenken und zurückzunehmen, wurde ihm, und weiteren Kollegen gestern untersagt, im Gewerkschaftsblock teilzunehmen und mitgeteilt, dass er und weitere Gruppen nicht willkommen seien. Sie können aber hinten, am Ende der Demo laufen.

Dies sei „direkte Folge deiner geäußerten Kritik daran, dass ein ukrainischer Geflüchteter und Gewerkschafter reden wird sowie davon, dass ihr vor durch die IG Metall organisierten Betrieben Flyer verteilt und agitiert. Der DGB Vorstand vertritt die Position, dass ihr nicht erwarten könnt, mit dieser Form von Kritik an DGB und Einzelgewerkschaften und mit so einer kritischen Position gegenüber ukrainischen Geflüchteten, am 1. Mai in unserer Mitte aufgenommen zu werden. Wir erwarten, dass ihr als Demo- und Kundgebungsteilnehmende den Aufforderungen der Versammlungsleitung und damit den ordnenden Kolleg*innen Folge leistet. „ aus dem uns vorliegenden Schreiben der zuständigen Gewerkschaftssekretärin der DGB Region Bremen-Elbe-Weser an Gerhard Kupfer


Aus der Antwort von Gerhard Kupfer – die wir unterstützen:
„… Das bedeutet für alle Kriegsgegner: 

JETZT ERSTRECHT – HINEIN IN DEN ROTEN BLOCK unter der Losung:
WIR ARBEITER KENNEN NUR DEN KRIEG GEGEN DIE KAPITALISTEN
Keinen Handschlag, keinen Cent, keine Soldaten für den deutschen Kriegskurs
STREIK !

Kommt also unbedingt am 1. Mai um 10.00 Uhr zum Roten Block,

Aufstellung auf dem Parkplatz Weserstadion!
Kämpferische Grüße … „

1 Gerhard Kupfer war Mitglied des Betriebsrates und Vertrauensleutekörpers bei Daimler in Bremen. und ist herausgeber der Dokumentation: Streik und Menschenwürde Der Kampf Bremer Mercedes-Arbeiter gegen Werkverträge und Leiharbeit

Die Kämpfe der Daimler-Kollegen in Bremen Ende 2014 gegen Fremdvergabe haben eine ganz besondere Bedeutung. Es ging und geht um die Durchsetzung des Rechts auf Streikes auch ohne Aufruf einer Gewerkschaft. Mehr dazu auch hier bei uns unter den Dokus zum Streikrecht: https://berlineraktiongegenarbeitgeberunrecht.wordpress.com/2016/05/31/das-recht-auf-streik-oder-kollektives-betteln/


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